Health-Comm Anwendertagung
29.09.2009 im Penta Hotel Wiesbaden.Cloverleaf & Beyond
Vom Hersteller des Cloverleaf Servers, der Fa. Healthvision aus Dallas, USA, berichtete der Produktmanager Rey Currie über die Weiterentwicklungen der nächsten Version und gab einen Ausblick, in welche Richtung sich die Kommunikation in Zukunft entwickeln wird. Hierbei fielen natürlich die Stichworte SOA (Service Orientet Architechtur), Web Services und ESB (Enterprise Service Bus).
Der Kommunikationsserver Cloverleaf ist bereits heute in der Lage mit diesen Techniken umzugehen. So kann Cloverleaf sowohl Web Service Schnittstellen abfragen, als auch eigene Web Services zur Verfügung stellen. Damit unterstützt Cloverleaf bereits heute SOA und kann auch als Brücke zwischen der derzeitigen nachrichtenbasierten Kommunikationswelt und der Service Welt auftreten.
Cloverleaf kapselt dabei die einzelnen Systeme voneinander und ermöglicht so die Integration von Web Services in eine bestehende Kommuniktionslandschaft, ohne dass gleich die komplette Infrastruktur des Krankenhauses auf Web Services umgestellt werden muss.
Kommunikation mit externen Partnern mit dem Cloverleaf Secure Courier
Ausserdem wurden weitere Module des Kommunikationsservers vorgestellt. Hierbei ist vor allem der CSC, der Cloverleaf Secure Courier zu nennen. Mit dem Cloverleaf Secure Courier lassen sich externe Einrichtung schnell, einfach und sicher, ohne langwierige VPN- und Firewall-Konfigurationen anbinden. Der CSC wird dabei zentral vom Fachpersonal im Krankenhaus vorkonfiguriert und erspart dem externen Partner, z. B. einem niedergelassenen Arzt, die Konfiguration einer VPN Verbindung und die Bereitstellung zusätzlicher Hard- und Software für die Kommunikation. Der Austausch der Daten wird mit gängigen Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen wirkungsvoll geschützt und kann zentral über den Cloverleaf Server überwacht werden.
Cloverleaf & DICOM
Für die Integration von DICOM Modalitäten ohne ein aufwendiges und teueres RIS wurde der DICOM Adapter IDeal vorgestellt. IDeal erstellt mit den in Patientenverwaltungssystemen erzeugten HL7 Aufträgen eine DICOM Worklist und ermöglicht so die Integration beliebiger DICOM-fähiger Modalitäten in ein PACS System. IDeal verwaltet dabei die unterschiedlichen Identifier und führt dies in Übereinstimmung mit den IHE Profilen zusammen.
MPI - Master Patient Index
Neuestes Produkt im Portfolio der Health-Comm ist der Master Patient Index Ashvins Active MPI. Hiermit bietet die Health-Comm allen Anwendern, die mehrere Krankenhäuser mit unterschiedlichen patientenführenden System verwalten müssen, eine einfache, flexible und komfortable Lösung. Überlappende Patienten-, Fall- oder Auftragsnummern können verwaltet und zusammengeführt werden. Der Active MPI lernt dabei "on-the-fly". Die Matching-Algorythmen sind individuell einstellbar und erkennen selbst unterschiedlichste Schreibweisen eines Patienten sicher und zuverlässig.
HL7 und die Zukunft....
Dr. Kai U. Heitmann, ehemaliger Vorsitzer der HL7 Benutzergruppe Deutschland berichtete abschließend über die aktuellen Entwicklungen und die Zukunft von HL7 Version 2 und den Ausblick auf die HL7 Version 3. Insbesondere die "semantische Interoperabilität" ist hierbei eines der Haupt-Augenmerke der zukünftigen Entwicklungen. Damit ist gemeint, dass nicht nur das Austauschformat der Nachrichten eine wichtige Rolle spielt, sondern auch die Inhalte abgeglichen sein müssen, damit beide Kommunikationspartner sich verstehen und die "gleiche Sprache sprechen".
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